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Neurologische Physiotherapie (PNF)

Neurologische Physiotherapie und PNF — Bewegungsfähigkeit, Gleichgewicht und Selbstständigkeit erhalten und zurückgewinnen, alltagsnah und an Ihren Zielen ausgerichtet.

Für wen?

Neurologische Physiotherapie (PNF) bei Therakura

Behandlungsansatz

Zu Beginn untersuchen wir, welche Bewegungen bereits möglich sind und in welchen Bereichen Unterstützung benötigt wird. Dabei beurteilen wir unter anderem Kraft, Beweglichkeit, Muskelspannung, Koordination, Gleichgewicht, Gangbild und die Ausführung wichtiger Alltagsbewegungen.

Die Behandlung kann je nach Befund das Training von Aufstehen, Hinsetzen, Drehen und sicheren Transfers, Gangschule und Gleichgewichtstraining, die gezielte Aktivierung geschwächter Muskelgruppen, Übungen für Arm-, Hand-, Rumpf- und Beinfunktion, Kraft-, Ausdauer- und Koordinationstraining sowie die Wiederholung alltagsrelevanter Bewegungsabläufe umfassen. Dazu kommen Haltungs- und Rumpfkontrolle, Training mit äußeren Reizen oder rhythmischen Vorgaben (etwa bei Parkinson), Beratung zum sicheren Umgang mit Hilfsmitteln, ein eigenes Heimübungsprogramm und — wenn hilfreich — die Einbeziehung von Angehörigen.

Die neurologische Physiotherapie richtet sich nach Diagnose, Krankheitsstadium und Ihren Alltagszielen. Gerade nach einem Schlaganfall sind regelmäßige Wiederholungen, eine schrittweise Steigerung und das Üben in möglichst alltagsnahen Situationen zentrale Bestandteile der Rehabilitation. Bei neuen oder zunehmenden neurologischen Symptomen — etwa Taubheit, Lähmung oder Sprachstörungen — gehört die Abklärung zuerst und unverzüglich in ärztliche Hände.

Was ist PNF — einfach erklärt?

PNF steht für propriozeptive neuromuskuläre Fazilitation. Dabei nutzt die Therapeutin gezielte Bewegungsmuster, Berührungsreize, Widerstände sowie verbale und visuelle Hinweise, um vorhandene Bewegungsmöglichkeiten anzubahnen und besser nutzbar zu machen. Die Übungen orientieren sich häufig an mehrdimensionalen Bewegungen, wie sie auch im Alltag vorkommen. PNF ist kein starres Übungsprogramm: Die Techniken werden an die Fähigkeiten und Ziele der jeweiligen Person angepasst — das Konzept umfasst neben spezifischen Bewegungsmustern auch Gangtraining, motorisches Lernen und individuelle Behandlungsplanung.

Wer behandelt?

Jaqueline Fell (Schuttrange), Giuseppina Sagona und Laurie Kersch (beide Echternach) — alle mit Schwerpunkt neurologische Rehabilitation und PNF.

Dauer & Preis

Reguläre Behandlungsdauer etwa 30 Minuten, es gelten die regulären Physiotherapie-Tarife. Häufigkeit und Dauer der Behandlungsserie richten sich nach ärztlicher Verordnung, Befund und persönlichen Therapiezielen; ein regelmäßiges eigenständiges Übungsprogramm ergänzt die Behandlung sinnvoll.

Erstattung: Mit validierter Verordnung CNS-erstattungsfähig; bei anerkannter pathologie lourde (z. B. Hemiplegie, MS, Parkinson) bis zu 64 Sitzungen mit 100 % Übernahme. Alle Details & Versicherer-Links →

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Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen normaler Physiotherapie und neurologischer Physiotherapie?

Bei der neurologischen Physiotherapie stehen Bewegungsstörungen im Mittelpunkt, die durch Erkrankungen oder Verletzungen des Nervensystems entstanden sind. Die Behandlung richtet sich beispielsweise auf Gang, Gleichgewicht, Koordination, Muskelaktivierung und alltagsrelevante Bewegungen.

Ist PNF nur für Menschen nach einem Schlaganfall geeignet?

Nein. PNF kann bei unterschiedlichen neurologischen und auch orthopädischen Einschränkungen eingesetzt werden. Ob es für Ihre Situation geeignet ist, wird anhand Ihres Befundes entschieden.

Muss ich bereits selbstständig gehen können?

Nein. Die Behandlung wird an Ihre aktuellen Fähigkeiten angepasst. Je nach Situation können zunächst Rumpfkontrolle, Lagewechsel, Aufstehen, Transfers oder unterstütztes Stehen im Mittelpunkt stehen.

Kann die Therapie auch lange nach einem Schlaganfall noch sinnvoll sein?

Auch bei länger bestehenden Einschränkungen kann Physiotherapie sinnvoll sein, wenn konkrete funktionelle Ziele bestehen. Wie stark sich Funktionen verändern lassen, hängt jedoch unter anderem von der Schädigung, dem bisherigen Verlauf, Begleiterkrankungen und dem regelmäßigen Training ab.

Wie häufig sollte neurologische Physiotherapie stattfinden?

Das richtet sich nach Diagnose, Belastbarkeit, Verordnung und Behandlungsziel. Zusätzlich zu den Terminen ist häufig ein auf Sie abgestimmtes Heimprogramm sinnvoll.

Werden Angehörige in die Behandlung einbezogen?

Gerne, wenn die Patientin oder der Patient dies wünscht. Angehörige können beispielsweise bei sicheren Transfers, Übungen, Hilfsmitteln und der Gestaltung des häuslichen Alltags unterstützt werden.

Was sollte ich zum ersten Termin mitbringen?

Bitte bringen Sie Ihre ärztliche Verordnung, aktuelle Arzt- oder Rehabilitationsberichte, eine Medikamentenliste und vorhandene Hilfsmittel mit. Auch Orthesen, Gehstöcke oder Rollatoren sollten mitgebracht werden, wenn sie im Alltag verwendet werden.

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